Allgemein, Geschenke, Weihnachten

Der Weihnachtswahnsinn – Geschenke

In Berlin wird es aktuell zwar nicht kälter, die Tage werden aber immer kürzer. Die Bäume verlieren ihre Blätter und die ersten Weihnachtssongs werden im Radio gespielt.
Spekulatius, Marzipanbrote und Weihnachtsdeko gibt es bereits seit zwei Monaten zu kaufen und finden nun regelmäßig Einzug in die Einkaufswägen.
Bald beginnt der Shoppingwahn.
Tausende, nein, Millionen Deutsche strömen in die Kaufhäuser auf der verzweifelten Suche nach Geschenken, Adventskalendern oder auffallender Dekoration.

Es geht hier nicht um Geschenke, die ‚gebraucht‘ werden. Wie zum Beispiel das Handy für das Kind, damit es auch nach der Schule noch erreichbar ist. Oder die Barbie mit den roten Haaren, die sich das Kind schon länger sehnlichst wünscht.
Ich möchte hier nur ein wenig Inspiration geben. Vor allem wenn es um die Dinge geht, die eher Spontankäufe sind oder in die Kategorie ‚mir fällt nichts anderes ein‘ gehören.

Deshalb gilt: Solange ihr und eure Beschenkten damit glücklich sind: go for it.

Ich möchte keinem das Fest verderben. Niemand soll sich gezwungen fühlen, auf Kosten seiner Familie & Freunde alle Tipps umzusetzen, die ich im Laufe dieser Reihe selbst entdecke.

Jeder soll bitte für sich selbst entscheiden, inwiefern ein nachhaltiges Weihnachten für seine/ihre Familie umsetzbar ist.
Ich gebe dennoch Anregungen & Tipps, wie alle Weihnachten überstehen können, ohne am Ende Arm und gestresst zu sein.
Vieles davon wird auf Kommunikation basieren.

Ich selbst bin natürlich nicht vom Weihnachtskonsum ausgeschlossen. Ich LIEBE Marzipan. Sobald es im September zu kaufen ist, esse ich mindestens ein Marzipanbrot in der Woche. Das ist so und das macht mich glücklich. Adventskalender sind für mich das GRÖßTE, um den Countdown zu den Feiertagen erst richtig einzuläuten.
Am 23. Dezember habe ich IMMER den Weihnachtsbaum zu Hause geschmückt und anschließend wurden dann große und festlich dekorierte Geschenke darunter drapiert.
Und dennoch entscheide ich mich jedes Jahr ein Stück mehr, auf diese Traditionen zu verzichten oder sie zumindest ein wenig ab zu wandeln. Und zwar so, dass ich damit leben kann.

Ein kurzer Überblick über das Fest, das mein Freund und ich feiern.

Wir sind jetzt seit vier Jahren zusammen und haben uns im ersten Jahr dazu entschlossen, dass wir uns gegenseitig nichts zu Weihnachten schenken wollen. Das war für mich erst ungewöhnlich, weil ich es toll finde, meine Liebsten zu beschenken. Ein Jahr später konnten wir auch die gesamte Familie davon überzeugen. Um uns Stress und Geld für Geschenke zu sparen, die wir eigentlich nie wollten. Wir als Familie haben uns die Dinge die wir uns gewünscht haben, meist selbst gekauft – zu einer ganz anderen Zeit und wenn es passte.

Wir wollten uns vor allem wieder auf das wesentliche konzentrieren: Zeit miteinander.
Die Kinder haben wir davon ausgenommen.
Das waren die enspanntesten Weihnachtsfeiertage, die ich jemals erlebt habe.

Ich erwähnte ja bereits, dass ich es immer toll fand, Geschenke zu verschenken. Aber wer sagt denn, dass ich das nicht weiterhin kann? Wenn ich etwas Schönes sehe, bei dem ich denke: ‚Das passt zu Mama‘, dann nehme ich das das mit und verschenke es trotzdem. Egal wann im Jahr.

Es muss natürlich nicht immer gleich ‚Nichts‘ sein.

 

Idee/ Tipp Nummer 1.

„Was wünschst du dir?“ – „Keine Ahnung“. Hört ihr das auch so oft? Vielleicht hat es ja wirklich einen Grund, warum das Kind diese Antwort gibt. Warum der Schwester nichts einfällt oder der Opa wunschlos glücklich scheint.

Macht es da dann noch Sinn, auf Teufel komm raus im Buchgeschäft irgendeinen Roman zu greifen, das Schmuckkästchen zu besorgen oder den obligatorischen Whiskey zu kaufen?

 

Macht den Vorschlag an Weihnachten gemeinsam zu basteln oder bauen, anstatt euch etwas zu schenken.

Ihr habt ein Puzzle was ihr schon immer mal fertig machen wolltet? Warum dann nicht gemeinsam daran setzen? Ihr habt da auf Pinterest etwas gesehen, was ihr schon immer mal nachbauen wolltet? Bezieht doch die ganze Familie und/oder Freunde mit ein.

Auch füreinander kann vor Ort gebastelt werden, um auch die Kleinsten einzubeziehen. Wie wäre es mit dem Lieblingsfamilienbild? Jedes Familienmitglied bringt sein/ihr Bild selbst mit und dann wird gemeinsam an einem Rahmen oder Umrandung gebastelt. Jeder gestaltet einen kleinen Teil des Rahmens und am Ende hat man sich sein eigenes ‚Geschenk‘ mit der Familie zusammengestellt. Natürlich sofort Aufhängfertig 🙂

 

Idee/ Tipp Nummer 2.

Das Weihnachtsessen einfach zusammen zubereiten.

Der leckere Weihnachtsbraten macht sich natürlich nicht von selbst. Die Männer und Frauen die zu Weihnachten in der Küche stehen und schuften haben meines Erachtens einen Orden verdient. Für viele hungrige Familienmitglieder mit hohen Ansprüchen und Erwartungen zu kochen, ist sicher kein leichtes Unterfangen.

Dann muss man auch noch darauf achten, dass es vegetarisch UND vegan UND gluten- UND laktosefrei ist. Da kann der eine oder andere auch mal verzweifeln.

Es ist teuer, aufwändig und endet meist darin, das alle beteiligten gestresst sind.

Anstatt sich zusätzlich auch noch den Stress des Schenkens zu machen, steckt der oder die Verantwortliche die Kraft und Motivation in die Planung und Organisation des Essens, das GEMEINSAM zubereitet wird.

Jeder, ob klein oder groß, bekommt eine Aufgabe und trägt aktiv dazu bei, dass das Essen nicht nur lecker, sondern auch der Weg dorthin ein riesiger Spaß wird.

Das bedarf eines ausgeklügelten Plans und ausreichend Kommunikation im Vorfeld. Viele Köpfe bedeutet auch immer: viele unterschiedliche Auffassungsgaben.

 

Idee/ Tipp Nummer 3.

Du feierst nicht mit der Familie?

Generell soll natürlich jeder selbst entscheiden WIE er oder sie Weihnachten feiert. Ob nun mit oder ohne Familie, manche Menschen nutzen ihre Zeit gern sinnvoll und möchten etwas zurückgeben. (das eine schließt natürlich das andere nicht aus)

Wie wäre es denn zum Beispiel wenn du als freiwilliger Helfer oder freiwillige Helferin im Altersheim oder in der Flüchtlingsunterkunft hilfst. In der Essensausgabe für Obdachlose wird sicher an solchen Tagen auch immer händeringend jemand gesucht. Das Fest der Liebe. Das bedeutet auch, die Liebe nicht nur innerhalb der Familie zu verteilen.

Solche Aktivitäten kann man selbstverständlich auch mit der Familie oder mit den Freunden planen.

 

Idee/ Tipp Nummer 4.

Nachhaltige Geschenkideen.

Abgesehen von gemeinschaftlichen Aktivitäten, gibt es auch reichlich materielle Auswahl an Geschenken.
Selbst gemacht oder selbst gekauft spielt dabei keine Rolle.

Ich möchte euch hier für eure Kinder und eure Liebsten ein paar tolle Ideen vorstellen, die ich im Zuge der Recherche entdeckt habe. Alle Links findet ihr unten in den Quellen.

(unbezahlte Werbung, Markennennung & Verlinkungen)

 

Für Kinder:

-> Spielzeug leihen klingt erst einmal ungewöhnlich. Aber für einen Test ob das Kind das Spielzeug oder das Buch überhaupt verwendet bzw. mag, ist es wohl die ideale Lösung.„Meine Spielzeugkiste“ bietet genau das an: Suche drei Spielzeuge aus – gebe sie, wann immer du willst, zurück und tausche sie gegen drei Neue – kaufe Spielzeug, dass du unbedingt behalten willst.
Spielkiste.JPG

Wenn du selbst keine Kinder hast, kannst du auch Gutscheine dafür verschenken.

-> Ecogon. Ein kooperatives Spiel bei dem es darum geht Tiere, Pflanzen und Lebensräume so anzuordnen, dass viele Arten Platz zum Leben finden. Hier gewinnt nicht der Beste, sondern die Gruppe. (Kompetitiv ist aber möglich)

Ecogon.JPG

-> ökoNORM. Finger- & Wasserfarben. Wachsmalstifte, Knete und viele mehr. In Deutschland produziert vertreibt ökoNORM Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen

Knete.JPG

 

Für die Liebsten:

-> Das Sonnenglas. Sozial, fair und ein echtes Highlight. In Südafrika hergestellt, schafft es Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen. Das Glas ist zu 100% recyclebar und besteht aus lokalen Materialien. Wir haben zu Hause selbst eins auf de Balkon stehen und es spendet mehr Licht, als man zunächst denkt. Ein wundervolles Geschenk.

Sonnenglas.JPG

-> WeWood Uhr aus Holz, aus Holzabfällen produziert. Es wird für jede gekaufte Uhr ein Baum gepflanzt.

WeWood.JPG

-> Kleinigkeiten Paket: Bambuszahnbürsten, Bambus- oder Glasstrohhalme, waschbare Abschminkpads, unverpackte Badekugeln

-> Faltbare Thermobecher: Schluss mit den 2Go Kaffee Bechern. Jetzt gibt es platzsparende Becher, die in jede Tasche passen! In unterschiedlichen Ausführungen erhältlich – einfach mal stöbern und sich überraschen lassen 🙂 In den Quellen habe ich euch ein Beispiel verlinkt

Thermobecher.JPG

-> Abo Boxen sind natürlich sehr beliebt. TrendRaider ist (nach eigener Aussage) auf nachhaltige und handverlesene Überraschungsboxen aus den Themenbereichen: Fashion, Food, Wellness und Design spezialisiert. Einmalig oder für einen längeren Zeitraum. Eine Überraschung wird es so oder so.

TrendBox.JPG


-> Gutscheine zum Grün-Shoppen: Utopia hat mich auf diese Idee gebracht und direkt auch eine tolle Übersicht über alle grünen Onlineshops zusammengestellt. Den Link zu der Übersicht findet ihr auch unten.

Alle Tipps und Ideen lassen sich untereinander wunderbar verbinden.

Es ist einfach ‘nachhaltige Geschenke’ zu finden, wenn man denn möchte 🙂
Dies waren natürlich nur wenige kleine Beispiele, die ich aber selbst als schön und umsetzbar empfinde.
Nichts wobei man auf irgendetwas verzichten müsste.

Immer gilt: Fragt eure Familie, fragt eure Kinder, fragt eure Freunde. Sind sie offen für solche Versuche?

____________________
Quellen:

– die Weihnachtsgeschichte: https://www.lebkuchen-schmidt.com/weihnachten/was-bedeutet-weihnachten/die-weihnachtsgeschichte/

– Geschenk Tipps für Kinder: https://www.meinespielzeugkiste.de

– Ecogon: http://www.ecogon.de/

– Fingerfarben von ökoNORM: http://www.oekonorm.com/

– Das Sonnenglas: https://sonnenglas.net/de

– WeWood Uhr: https://www.wewood.de/

– faltbare Thermobecher: https://amzn.to/2zMpCIx

– die Trendbox: https://trendraider.de/trendbox/

– Grüne Onlineshops: https://utopia.de/bestenlisten/onlineshops/

4 Gedanken zu „Der Weihnachtswahnsinn – Geschenke“

  1. Dafür gibt es eine gute Alternative.
    Viele schenken vor allem materielle Dinge, die ohnehin keiner benötigt oder gar haben will. Natürlich sind Kinder da ein klein wenig anders, da geht es ums Auspacken per se.
    Aber was spricht beispielsweise dagegen, anstatt eines weiteren Paketes mit x-beliebigem Inhalt beispielsweise einen ganzen Tag Zeit zu verschenken?
    Zeit ist heute sehr kostbar geworden und Zeit braucht so manch einer weitaus mehr als ein Kleidungsstück, das nie getragen wird, oder ein weiteres Spielzeug, das nur in der Ecke landet.

    Liken

    1. Ich stimme dir in allen Punkten zu 🙂 weshalb ich „Nichts“ schenken ja auch thematisiert habe. Das ist nur leider für viele keine Alternative. Das Zeit schenken kommt nämlich ähnlich unkreativ um die Ecke, wie Gutscheine unterm Weihnachtsbaum. Man freut sich über die Geste, aber irgendwie ist es nicht Halbes und nichts Ganzes (kommt natürlich auf die gemeinsam genutzte Zeit an).
      Daher war es mir wichtig zu zeigen, dass man auch Materielles schenken kann, ohne die Umwelt allzu sehr zu belasten.
      Mein Bruder (7) hat dieses Jahr zum Beispiel Ecogon bekommen und hat sich sehr darüber gefreut 🙂

      Liken

      1. Dafür gibt es den guten „Kompromiss“ in Form von Erlebnisgeschenken.
        Das ist im Grunde „geschenkte Zeit“.
        Klar mögen viele mehr als „nur“ Mamas Zeit oder die Zeit von jemand anderen.
        Erlebnisse hingegen sind, meiner Erfahrung nach, nicht unwillkommen.

        Liken

Schreibe eine Antwort zu vorausgehen Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s