Gleichberechtigung

Rollenbilder – Wir haben alle das Recht zu sein, wer wir wollen!

Frauen und Mädchen können besonders gut mit Kindern, sind einfühlsam, zart, charmant und vor allem für soziale Berufe geeignet.
Männer und Jungs interessieren sich dagegen für handwerkliche Tätigkeiten, Sport, anspruchsvolle Arbeiten und können gut Mathe.

Das sind wohl die gängigsten Rollenbilder die im Berufsleben herrschen. Ob sie nun stimmen oder nicht ist egal, denn die Gesellschaft gibt uns heute noch vor was ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ ist.
Durch gezieltes Marketing werden Frauen immer wieder in die Kundenbetreuung und die Männer in die Technik oder Logistik gesteckt.
Fühlst du dich dann nicht automatisch unsicher, wenn du es dir eigentlich andersherum vorstellst?

Lustigerweise beginnt diese Interessenentwicklung schon im Kindesalter. Nämlich mit dem Spielzeug.

Während Jungen oft technisches Spielzeug zum Aufbauen und actionreichem Spielen bekommen – welches das räumliche Denkvermögen fördert.
Können Mädchen mit bereits zusammengesetzten Puppen spielen und ihre Fantasie und ihr Einfühlungsvermögen trainieren – oder sich künstlerisch betätigen, indem sie basteln oder malen.
Mädchen müssen lieb, hübsch und zurückhaltend sein.
Jungs sollen stark, mutig und tapfer sein.

Fällt man dann später aus seiner Rolle heißt es für Männer sie wären zu weich und Frauen wären arrogant.

Es ist völlig ok, wenn du als Frau keine Kinder willst. Dich lieber auf die Karriere konzentrieren willst, Reisen oder einfach dein eigenes Leben leben willst, egal aus welchen Gründen du zu diesem Schluss gekommen bist.
Niemand sollte dir sagen: Das ändert sich sowieso noch.
Denn selbst wenn es nicht so ist: Who cares?! Es ist dein Leben und deine Entscheidung.

Es ist völlig ok, wenn du dich als Mann für einen Beruf entscheidest, der nicht so viel Geld nach Hause bringt. Das macht dich nicht weniger männlich. Du machst das, was du machen willst und das ist das Einzige was zählt.

Wichtig bei der Berufswahl ist jedoch, dass man über den Tellerrand hinausschaut.
Frauen bewerben sich im Durchschnitt in nur 10 verschiedenen klassischen Frauen-Berufsgruppen: Friseurin, Erzieherin, Krankenpflegerin, Kindergärtnerin… etc.
Vielleicht liegt das aber gar nicht an der persönlichen Vorliebe sondern an zu wenig Informationen über sich selbst.

Praktika können hier stark von Vorteil sein. Du interessierst dich fürs Auto zusammenschrauben? Dann mach doch mal ein halbes Jahr Praktikum und schau ob das für die Zukunft ist.

Männliche und weibliche Persönlichkeiten sind vielseitig.
Individuelle Talente sollten gefördert werden und nicht direkt gesagt werden: Das ist nichts für dich. Das ist nur für Jungs / Mädchen.

Hierzu empfehle ich euch gern einen aktuellen Beitrag von ZDFNeo, der mich unter anderem zu diesem Artikel inspiriert hat.
Darin wird in einem Sozialexperiment gezeigt, wie sich schon Zweitklässler nicht vor Rollenbildern zwischen Mann und Frau verschließen können und woran das liegt.

-> https://www.zdf.de/dokumentation/no-more-boys-and-girls

Wie weiß ich denn jetzt nun was ich machen soll?

Es gibt vielerlei sinnvolle Möglichkeiten herauszufinden wo deine Stärken liegen. Ein persönliches Gespräch bei einer Beratungsstelle in deiner Nähe wäre natürlich die beste Wahl.
Unter www.iwwb.de findest du Beratungsstelle zu den unterschiedlichsten Aus- und Weiterbildungen.

Abgesehen davon gibt es aber auch kostenpflichtig und kostenlose Alternativen, die online stattfinden.

Online Kostenlos
Einen kostenlosen Berufstest gibt es zum Beispiel auf plakos.de.
Natürlich sollte man sich für derlei Dinge immer etwas Zeit nehmen – ehrlich und mit Ruhe auf alle Fragen antworten. Vielleicht werden auch mal Fragen oder Aussagen gefordert, die man sich selbst noch nie gestellt hat.
Ich habe den Test auch gemacht, rein aus Neugier.
Alle Kaufmännischen Berufe wären laut diesem Test geeignet für meine Persönlichkeit. (ich habe damals dann tatsächlich eine Kaufmännische Ausbildung gemacht). Das ist fast das gleiche Ergebnis wie aus meiner ersten Berufsberatung damals vor 8 Jahren.
Passende Studiengänge haben dagegen eine völlige Kehrtwende gemacht. Germanistin, Politologin und Mediendesignerin hatte ich da mit Sicherheit noch nie drinstehen.
Vielleicht hätte ich dann doch eher studieren sollen… aber nun ja, ich bin sehr glücklich mit meinem aktuellen Job 😉

-> Ich denke für einen ersten Eindruck ist dieser Test gut geeignet.

Online Kostenpflichtig
Der geva-Test sagt über sich selbst:
– Über zwei Millionen Mal angewendet Wissenschaftlich fundiert, von Experten entwickelt
– Exakte Analyse von Stärken, Interessen und Leistungsfähigkeit – mit nur einem Test
– Ganzheitliche Analyse in 150 Minuten
– Wertvoller Vergleich mit Ihrer Altersgruppe
– Persönliche, ca. 20-seitige Auswertung mit Studien- und Berufsempfehlungen
– praxisnahe Vorbereitung auf Einstellungstests
Preis: 38,00 EUR.

Dieser Test geht quasi unter die Haut. Er nimmt sich viel Zeit und geht ins Detail. Man bekommt eine individuelle Analyse und Auswertung des persönlichen Stärkenprofils, Studien- und oder Berufs- und oder Ausbildungsvorschläge.

Und nun?
Du weißt nun, dass ein Beruf (Studium, Ausbildung etc.) zu dir passt?
Aber was macht den Beruf aus? Was macht man da überhaupt und wie lange dauert eine Ausbildung dort?
Diese und weitere Information gibt es zum Beispiel auf berufenet.arbeitsagentur.de

Egal was du machen willst, lass dich nicht davon abhalten.

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Quellen:

Rollenbilder Definition: https://www.duden.de/rechtschreibung/Rollenbild

Beratungssuche: https://www.iwwb.de/weiterbildung.html?seite=8

Berufsinformationen finden: berufenet.arbeitsagentur.de

Kostenloser Berufswahltest: https://www.plakos.de/

geva-Test: https://www.geva-institut.de/leistungen/diagnostik-berufs-und-studienorientierung

No more boys and girls auf ZDF NEO: https://www.zdf.de/dokumentation/no-more-boys-and-girls

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